am letzten wochenende habe ich mein bisheriges highlight erlebt. es ging in den dschungel. am letzten donnerstag wusste ich noch nicht genau, wo es hingehen soll. ich wusste nur, dass ich richtung tena fahren will. im reisefuehrer fand ich dann die adresse einer interressanten lodge, gegruendet von einer schweizerin, in der ich tatsaechlich spontan zwei naechte buchen konnte. am samstagmorgen gings dann mit dem bus los nach tena, ca. 6 stunden suedoestlich von quito gelegen. die fahrt an und fuersich war schon ein erlebnis, da es eine sehr abenteurliche strecke ist. es geht ueber 2000 hoehenmeter runter in den dschungel, hauptsaechlich auf naturstrassen mit genuesslichen schlagloechern und sporadischen, abgerutschten haengen. es hat stark geregnet und der dichte nebel half mir, die gefahren nicht zu erkennen. zudem konnte ich vor der fahrt beobachten, wie der chauffeur ein gebet aufsagte - es konnte also nichts geschehen. neben mir im bus sass zufaellig eine nette deutsche, die im gleichen gebiet arbeitet wo ich hin wollte. sie erzaehlte mir schon mal die ganzen hintergruende des projektes. das ganze nennt sich selva-viva und ist ein ueber 1000ha grosses naturschutzgebiet mit diversen teilprojekten vor allem zum schutz des regenwaldes, deren vegetation und tierwelt. das ganze lebt von spenden und volontaeren sowie der liana-lodge, ein oekohotel fuer touristen. ueber das interessante projekt gaebe es hier noch viel zu erzaehlen, aber ich verweise hier fuer gwunderige auf die gute webside: http://www.selvaviva.ec/
in tena angekommen gings dann mit einem anderen bus nochmals 1,5 stunden weiter in den dschungel und danach mit einem kanu auf dem rio-napo zur liana-lodge. es war wie eine andere welt - natur pur. ich wurde herzlich von udo (deutscher) und daniela (schweizerin) empfangen. um fuenf uhr gings dann mit dem kanu zu einem steinstrand um die zurueckkehrenden voegel zu beobachten. dabei traf ich auf weitere gaeste der liana-lodge, zwei paerchen mit fuehrer aus glarus (der fuehrer war nicht aus glarus). es war sehr schoen, vorallem die kulisse und die heimfahrt auf dem rio-napo waehrend dem sonnenuntergang.
anschliessen habe ich mit den anderen schweizern zu abend gegessen. die haben es natuerlich nicht unterlassen, mir ihre erfahrungen mit krabbeltieren in den zimmern zu erzaehlen. man wohnte in liebevollen holzhuetten und die fenster waren nur mit moskitogittern gesichert. strom gab es keinen, nur kerzen. es war eine super geraeuschkulisse. trotzdem war mir die erste nacht etwas mulmig, weil ich neben den grillen, fischen und affen auch gekrabbel hoerte. ich machte einfach die augen ganz fest zu und dachte mir, dass wenn ich sie nicht sehe - sie mich auch nicht sehen. das hat schon als kind nicht funktioniert, aber... am naechsten tag gings dann auf dschungeltour mit meinem persoenlichen fuehrer cesar. waehrend sechs stunden liefen wir durch den urwalt und cesar erklaehrte mir die geheimnisse des dschungels. er zeigte mir die diversen heilpflanzen, das buschtelefon via schlag auf eine riesenbrettwurzel, die palmenblaetter fuer die hausdaecher, limonenbaeume, zimtbaeume, tarzanlianen und vieles mehr. an einem kleinen fluesschen assen wir einen lunch mit einem grossen blatt als teller. cesar hatte eine machette dabei, um die ich ihn sehr beneidete. gerne haette ich auch eine gehabt um ein paar aestchen abzuschlagen. anschliessend besuchten wir dann noch die tierauffangstation. da sieht man viele tiere, die normalerweise im dschungel leben, aber im moment aus diversen gruenden dazu nicht mehr in der lage sind.
danach kehrte ich zur liana-lodge zurueck und goennte mir ein paar bierchen und sah den totenkopfaeffchen aus naechster naehe beim spielen zu. das essen war hervorragend. am naechsten morgen genoss ich noch das morgenessen und machte mich anschliessend schweren herzens aber mit unvergesslichen eindruecken auf den heimweg.
2 Kommentare:
Wer ist denn die Jane die dich als Tarzan abgelichtet hat? Langersam aber sicher ist es Zeit, dass ich auch nach Südamerika komme...
Heute Abend ist Tanja zu einem feinen Tartar bei uns bevor sie auch abhaut :-( Zu Dritt haben wir eine Mini-Weihnacht gefeiert, stille Nacht gesungen und den Christbaum angezündet (Oh Tannenbaum). Dein Geschenk bringt dir Tanja dann gleich nach Lima mit, hast ja einen grossen Rucksack, oder? Deine Grosseltern halten wir übrigens auch auf dem Laufenden (oder besser Erika) - die müssen auch immer schampar lachen wenn sie von deinen Abenteuer lesen! Wir freuen uns auf den nächsten Blog... Schöni Wiehnacht wünsche dir Müdderli & Vädderli
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