das busfahren in ecuador ist doch speziell genug, dass es ein post wert ist. in quito selber gibt es ganz viele buse. der wichtigste ist der trole. das ist eine abgespeckte form einer u-bahn. er faehrt oberirdisch mit strom und hat groesstenteils seine eigene fahrspuhr. es gibt eine linie laengs durch die stadt. dann gibt es noch diverse andere buse, das sind die stinkenden. die vordere tuer ist immer offen. der grund dafuer ist, dass der bus hoechstens eine sekunde stillsteht und man sich quasi in den bus schwingt. man fliegt dann beim typen vorbei, dem man 25 centavos fuer die fahrt hinwirft.
heute habe ich zum ersten mal eine laengere fahrt nach otavalo unternommen. otavalo liegt ca. 125km noerdlich von quito. laut reisefuehrer braucht der bus dafuer 2,5 stunden. da hab ich mich schon ein bisschen gewundert. um acht uhr traf ich beim busbahnhof in quito ein und besorgte mir ein ticket. ich stieg dann in den bus und wunderte mich, dass ich der einzige war. vielleicht faehrt er erst in einer stunde - nein, nach fuenf minuten gings los - ich, der fahrer und sein kumpane. zahlt sich das aus und warum bleibt die vordere tuere offen? bald wurde alles klar. der kumpane ist eine art marktschreier des buses und haengt sich aus dem fahrenden bus und schreit die ganze zeit den zielort. ueberall am strassenrand hat es mehrere leute die vom busschreier zur mitfahrt angeschrien werden und dann irgendwo zusteigen koennen. allmaelich fuellt sich der bus und es braucht natuerlich seine zeit bis er aus der stadt kommt. auf dem land hat es dann jeweils noch einzelne personen. die werden angehupt und bei einem haendehoch kann man bei schrittempo aufspringen. die vordere tuere ist auch fuer diverse typen offen, welche irgend etwas verkaufen wollen. snacks, glace, getraenke handcreme etc.
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