gestern abend ging das stadtfest von quito zu ende. das fest dauerte insgesamt eine woche. jeden abend gab es irgendwo feste, auffuehrungen oder konzerte. tagsueber fahren ueberall auf den strassen eine art offene busse herum. auf den bussen spielt dann eine musikkapelle und unten kann einsteigen wer gerade lust zum mitfahren hat. das musikrepertoire der verschiedenen musikkapellen besteht zu 80 prozent aus dem lied von quito. auch im fernsehen wird die ganze zeit von dem fest berichtet und das lied von quito wird ebenfalls rauf und runter gespielt. nichtsahnend fuhr ich mit dem trole-bus die stadt hoch und dann drueckt der buschauffeur einen knopf und das hupi hupt die melodie vom quitolied - ich kann es nicht mehr hoehren!!! ich habe mich eigentlich erst am mittwoch ins fest eingeklinkt. das ist der wichtigste tag, da am freitag alle frei haben - ausser ich - und ihren rausch ausschlafen. ich besuchte am mittwoch nachmittag nach der schule die stierkampfarena. stierkaempfe sind in quito sehr beliebt und gehoeren auch zum fest von quito dazu. alle sieben tage finden stierkaempfe statt und werden auch im fernsehen uebertragen. es wechseln sich die matadore aus ecuador und extra eingeflogene spanische matadore ab. mitunter die matadore 'el fandi' und 'el juli'. fuer alle von euch, die regelmaessig stierkaempfe besuchen, sind diese namen natuerlich ein begriff. ich kaufte mir also vortags ein ticket und wusste dann 24 stunden nicht, ob es echt war. es war echt, die stimmung war super aber als ganzes auch ein bisschen makaber und wahrscheinlich nicht jedermanns sache. ich versuchte das ganze nicht allzu gross zu hinterfragen und genoss die stimmung. nachher fand noch ein konzert auf dem areal statt. als ich so zuhoehrte fragten mich zwei ecuadorer und zwei ecuadorerinnen, ob ich alleine hier sei und nicht mit ihnen mitfeiern wolle. das tat ich natuerlich gerne und merkte, dass die ecuadorer wirklich feiern koennen. wir haben viel bier getrunken (die frauen auch) und immer wieder hiess es: salud! ich kann zum glueck doch etwas vertragen, habe ich doch am schwingfest extra dafuer trainiert. die frauen aber nicht. wobei sich die eine zwischenzeitlich schon mal uebergeben hatte, war die show fuer die beiden um halb neun vorbei - gute nacht. ich zog dann mit den anderen zwei typen noch ein bisschen weiter. am naechsten tag hatte ich auch einen kleinen kater, das nennt sich uebrigens 'chuchachi'. am abend fand dann der abschliessende umzug statt. viele gruppen in verschiedenen trachten und kleider liefen tanzend der strasse entlang. leute auf stelzen, verkleidet und feuerspeiend, unterhielten das puplikum. einzelne riefen dem publikum 'viva quito' zu und das publikum entgegnete mit einem lautstarken 'eviva'. und immer wieder kamen grosse wagen dahergefahren auf denen sich winkende missen, aus jeder kleinsten ecke ecuadors, befanden. und dazwischen immer wieder musikgruppen die hauptsaechlich das lied von quito spielten...neeeeeeeeeeeein!!!
Freitag, 7. Dezember 2007
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3 Kommentare:
hola chico...
...chönntisch du für eis nid das quito-liedli übere blogg oder per email überschicke, dass mir das au mou chöi mitsumme...de hesch ja du scho no glück gha, dass de am schwingfescht hesch chöne trainiere, süsch hättisch ja du no vor de 2 meitschi müesse abwinke :)
häb sorg
löi + barbara
Jetzt suffsch au no die arme meitschi in Ecuador ondere Tisch :-))shame on you!
Wenn du das Quito-Liedli duesch summe chasch sicher guet ischlofe :-))
...oder sött äch das nid "quinto-liedli" heisse...??? das hättisch wenigschtens scho dheime chönne üebe :)
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