unser ziel nach palenque war zwar klar aber der weg dorthin noch nicht so ganz. das ziel war schlussendlich comitan, die letzte groessere stadt vor guatemala. wir wollten die route nehmen, welche entlang der grenze guatemalas verlaeuft. im reisefuehrer stand, dass das nicht so einfach ist und tanja kam ein bisschen ins hyperfentilieren - also mussten genaue abklaerungen gemacht werden. wir wollten sowieso eine tour zu den ruinen yaxchilan und bonampak buchen, welche sich luftlinienmaessig auf halber strecke befinden. wir konnten dann beim touranbieter organisieren, dass wir dort in einem lacandonen-dorf uebernachten, am morgen eine dschungeltour machen und anschliessend an der kreuzung san javier ausgesetzt werden waehrend die anderen zurueck nach palenque fahren. wir dagegen hofften, dass uns da ein colectivo die restliche strecke mitnimmt. soweit der plan.
am morgen frueh um sechs, fuhren wir los richtung frontera corozal. dort angekommen wechselten wir unser fortbewegungsmittel und bestiegen ein boot auf dem rio usumacinta, welcher sich entlang der guatamaltesichen grenze schlaengelt. nach etwa einer stunde fahrt erreichten wir die mayaruinen yaxchilan welche sich, relativ unturistisch, mitten im dschungel befindet. die ruinen sind als ganzes nicht so imposant wie jene in palenque, jedoch ist die geraeuschkulisse mit den bruellaffen gewaltig. dann hatte es noch kleinere, schwarze affen, denen wir fast mehr beachtung schenkten als den ruinen. fuer alle historiker unter euch ist zu erwaehnen, dass der koenig dieser staette und seine nachfahren alle zum nachnamen 'jaguar' hiessen. und der erste koenig hiess zum vornamen penis, penis-jaguar - lustig! danach besuchten wir noch die kleine staette bonampak welche beruehmt ist fuer die sehr gut erhaltenen wandzeichnungen (siehe bild oben).
wir haben in lacanja chansayab uebernachtet. dies ist ein kleiner ort mitten im dschungel, wo die lacandonen beheimatet sind. die lacandonen sind mayas und die kleinste ethnie mexicos. sie sind sehr kleinwuechsig, haben schulterlanges, tiefschwarzes haar, maedchenhaft-weiche gesichtszuege und tragen weiss-wallende gewaender.
am naechsten morgen erwartete uns eine wanderung quer durch den dschungel. eine lacandonin, ca. 1.40m gross, sommerrock, gummischlarpen und ein laecheln im gesicht, nahm uns in empfang. wir liefen hinter ihr her um den guide zu treffen. nach etwa einem kilometer merkten wir......sie war der guide! ich erwarte mindestens jemanden mit einer zwei meter langen machete, schrumpfkoepfe um den hals, brutale narben von krokodilkaempfen und gekleidet in selbererlegten leopardenfellen! aber die dschungeltour war toll und interessant.
nach dem essen (was laut tanja eine katastrophe war (ja, die kennen auch keine betty-bossi (oder vielleicht gaby-gonsalez?)) warteten wir dann an der besagten kreuzung auf einen colectivo. die spaerlichen leute da fragten uns wo wir hinwollten. wir sagten nach comitan - uhhhh, ohhhhh, mhhhhh, was nach comitan? dies die antworten, super aussichten. aber es kam dann tatsaechlich ein colectivo, randvoll und leider nur bis nach benemerito. ich durfte auf den vordersitz wo jedoch schon eine sehr korpulente mexikanerin ihr revier abgesteckt hatte. ich klebte dann so zwischen erstem sitz und der scheibe. in benemerito (quasi am arsch der welt) angekommen wurde uns gesagt, dass das letzte colectivo nach comitan eben abgefahren sei. das stimmte natuerlich mit unseren gewissenhaften, vorgaengigen abklaerungen ueberhaupt nicht ueberein, aber das interesseierte da niemand. ausser josé, der uns sagte, dass er fuer uns bis nach comitan fahren werde (immerhin fuenfeinhalb stunden). wollte ihr wissen wieso es keine mexikanischen formel-1-fahrer gibt? die fahren viel lieber colectivos. die fahrt nach comitan war neuer rekord in sachen ueberschallgeschwindigkeit. die route war wiederum sehr kurvenreich und wir mussten uns richtig am sitz festklammern. die koennen irgendwie die schwerkraft ueberlisten und ihre fahrzeuge so in der fahrbahn halten. endlich in comitan angekommen, adios jose danke fuer die fahrt, ab ins hotel.
am morgen wachten wir, den bettrahmen umklammernd, auf. wir wollten die lagunas de montebello besuchen, welche sich etwa eine stunde ausserhalb von comitan befinden. wir gingen zur hauptstrasse und winkten uns fuer die fahrt ein colectivo herbei. der colectivo hielt an und wer sass am steuer.......josé - neeeeeeeeeeeeein!!!!!!!!
die lagunas de montebello sind mehere kleine seen die sich in einem nationalpark und in einer dichten tannenbewachsenen vegetation, ganz aehnlich wie in den schweizer alpen, befinden. im reisefuehrer steht, dass sich verschiedene seen bei sonnenschein in einer speziellen farbe praesentieren. die nuancen waren jedoch sehr minimim. leider ist der nationalpark nicht zum wandern konzipiert und daher konnten wir lediglich auf den strassen von see zu see laufen.
morgen fahren wir dann rueber nach guatemala. wir hoffen dass der grenzuebergang nicht allzu kompliziert wird und freuen uns auf ein weiteres spannendes land. hasta luego!
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