Donnerstag, 7. August 2008

jura bike (tor)tour















an einem gemütlichen abend, nach reichlichem alkoholkonsum entstand die idee zu diesem abenteuer. wir könnten doch mit dem mountainbike von basel nach nyon fahren, entlang den neuen wegweisern der jura bike tour, organisiert von swisstrails. http://www.swisstrails.ch/ . gelallt, getan. ich, tanja, andrea und crash-test-thommi starteten also unser abenteuer. auf dem programm standen 9 etappen welche wir innert 7 tagen bewältigten. die hotels an den zielorten wurden von swisstrails gebucht und unser gepäck wurde jeweils vor uns ins hotel geliefert, so mussten wir beim nachtessen nicht auf unseren eingenähten rindsplätzli sitzen. es galt insgesammt 360 km und 7700 höhenmeter zurückzulegen.
der start war in basel und es regnete wie aus kübeln. bereits am bahnhof in zofingen waren wir pflotschnass - trotzdem - wir waren motiviert! die ersten zwei etappen führten uns von basel über laufen nach delemont und nach ca. einer stunde fahrt war der regen zu ende und zwischen laufen und delemont überquerten wir die sprachgrenze. ich kannte den welschen teil des juras noch überhaupt nicht und bin begeistert von dieser herrlichen landschaft. am abend im hotel angekommen, waren wir überrascht, dass wir doch über sechs stunden im sattel sassen - ergo, halb zehn in den federn.
am nächsten tag stand wieder eine doppeletappe an, nämlich von delemont nach st-ursanne und weiter nach saignelegier. im malerischen städtchen st-ursanne haben wir am ufer des doubs fein zu mittag gegessen. in dieser etappe hatte ich meinen ersten sturz als ich fröhlich pfeifend die herrschaft über mein bike verlor und knapp an einem kuhblätter vorbeisegelte.















unsere navigatorin andrea führte uns am dritten tag erfolgreich nach la chaux-de-fonds. unsere hintern, also vorallem meiner, waren nicht mehr freunde vom bruder sattel. am abend versuchte ich diesen teil mit bier und absinth zu beteuben.
am nächsten tag. auf der route von la chaux-de-fonds nach couvet hatte dann thomas pech. er stürzte auf einem kiesweg und trug schürfungen und quetschungen davon, aber er konnte dennoch weiterradeln. wieso trifft es immer nur uns männer? fehlt uns das multitasking-gen oder haben wir ein zu ausgeprägtes risiko-gen? ich glaube es liegt an ersterem weil frauen können biken, schnäderen und nach den weg schauen - alles gleichzeitig - und wenn sie noch nadeln dabei hätten, würden sie sogar noch stricken! imposant auf dieser strecke war das felstor, durch das der doubs schäumend 27 meter in die tiefe stürzt.
die 7. etappe führte von couvet nach ste.croix und man passierte die imposante felsarena 'creux du van', eine 500 meter tiefe schlucht. so stand es im führer, denn nach einem 700 höhenmeter aufstieg sahen wir eigentlich nur nebel - c'est la vie. so schaute ich dann halt kuh nummer 4327 bis 4345 an. am mittag machten wir dann wie junge pfadiwölfli ein feuer und brätelten eine servelat.
die route von ste-croix nach le sentier führte uns durch das wunderschöne vallee de joux das auf einem hochplateau des jura liegt. beim herrlich gelegenen lac de joux konnten wir dann erstmals unsere badeutensilien montieren.
heute war dann die letzte etappe von le sentier nach nyon. einerseits blangte man dem ende zu, weil die beine langsam gaga sind und anderseits spürte man wehmut gegenüber dem erlebten und der wunderschönen natur. die etappe war geprägt durch die lange abfahrt aus den höhen des juras hinab an den lac lemon. und prompt hatte ich meinen zweiten sturz. schuld war ein moni - scheissmoni! dieses viech erschrack als ich angebraust kam und versperrte mir den weg, dann erschrack auch ich und musste ausweichen. in einer akrobatischen seitenlage segelte ich am moni, scheissmoni vorbei. als ich am boden liegend zum moni, scheissmoni hinübersah meinte ich, ein grinsen zu erkennen.
es war eine schöne aber auch eine anstrengende woche. es bleiben schöne erinnerungen an die landschaft aber auch ein bisschen stolz auf das geleistete - vielleicht fische ich mein mountainbike wieder aus dem genfersee hinaus.
ein grosses dankeschön gebürt unseren sponsoren:
perskindol, voltaren, pepaten, dul-x, dr.shaolin, finalgon und dr. emanuel fuentes



















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