Donnerstag, 19. November 2009

lustige shorts in guatemala




wir sind bei der grenze zu guatemala angekommen. das einreisen verlief so reibungslos wie noch nie - stempel in mexico, stempel in guatemala und noch ein bisschen quetzales bezahlen, welche wir kurz vorher bei einem fliegenden wechsler zu einem miserablen kurs gewechselt haben. dann umsteigen in ein microbus der uns direkt nach panajachel am atitlan-see brachte. als wir losfuhren bemerkten wir, dass alle hundert meter jemand an einer hausecke benzin verkauft. wir hielten ebenfalls einer so inoffiziellen benzinverkaufsstelle. zwei maedchen kamen und fuellten unseren reservekanister. unser fahrer reklamierte, dass der kanister nicht ganz voll sei und die maedchen huschten wieder davon - versuchen kann man es ja. nach etwa einem kilometer fuhren wir an der offiziellen tankstelle vorbei, welche aussieht wie bei uns in der schweiz, ausser dass da kein mensch war der tankte. da fragt man sich natuerlich, wo sie das benzin guenstiger bekommen? vielleicht zapfen sie die offizielle tankstelle unterirdisch an? oder sie strecken das benzin mit tequilla? aber wisst ihr was - in guatemala gibt es keine topes!!! aber zu frueh gefreut, die bloeden bodenwellen heissen hier tumulos. die landschaft in guatemala ist sehr schoen. es ist sehr huegelig und alles ist gruen eingewaldet. wenn man von oben in die ferne schaut, sieht man nur einzelne haeuseransammlungen in einer dichtbewachsenen vegetation. dann endlich tauchen die drei vulkane atitlan, toliman und san pedro auf - wir sind in panajachel angekommen.
panajachel liegt sehr schoen am atitlan-see und am gegenueberliegenden ufer erheben sich die drei vulkane. der ort ist ein touristenmagnet und dem entsprechend hat es viele laeden mit web- und stickarbeiten. es hat aber auch viele fliegende haendlerinnen die einem mit der zeit auch recht nerven koennen. es hat aber auch eine grosse auswahl an schoenen restaurants mit internationaler menuekarte. und sehr wichtig - das bier hat in guatemala wieder mehr geschmack als in mexico.
am naechsten tag wollten wir mit dem boot zum gegenueberligenden santiago atitlan hinueberfahren wo gerade markt war. wir leisteten uns ein privatboot fuer die zwanzig minuetige fahrt. wir versuchten mit unserem bootsfuehrer noch den preis zu verhandeln. aber es war ein harter brocken, er ging nicht einmal auf eine preisreduktion ein als wir unser ga zeigten. santiago atitlan liegt am fusse des vulkans atitlan. es ist ueberhaupt nicht touristisch und die indigene bevoelkerung traegt noch mehrheitlich ihre trachten. der weisse 'huipil' mit seinen roten streifen und den filfigran aufgestickten voegeln oder mustern wird zu den schoensten in guatemala gezaehlt. das pendant dazu sind die wadenlangen hosen der maenner, die zum teil auch bestrickt sind. tanja fand die unheimlich cool und hat mich ueberredet, auch welche zu kaufen. ich bin jetzt auch stolzer besitzer dieser modischen hosen - wahrscheinlich werde ich die nie mehr anziehen. oder vielleicht trage ich die hosen mal an einer sitzung im geschaeft.
heute haben wir chichicastenago besucht, das von allen leuten kurz 'chichi' genannt wird. chichi ist bekannt fuer den markt der donnerstags und sonntags abgehalten wird. an diesen tagen kommen die indigenas mit ihren farbig bestrickten trachten von nah und fern um am bunten treiben teilzunehmen. natuerlich kommen auch viele touristen. die auswahl an webereien und stickereien ist riesig und es erschlaegt einem foermlich. man fragt sich wieviele millionen stunden arbeit hier presentiert werden. ein weiteres highlight ist die kirche, welche auf den stufen eines alten mayatempel erbaut wurde. dies natuerlich sehr zum unmut der katholischen missionare. auf der treppe vor der kirche werden immer noch alte zeremonien gepflegt. dutzende indigenas versammeln sich auf der treppe und schwenken weihrauch.

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